Ein sagenhafter Zauber beginnt

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Diese Höhlenzeichnung zeigt eine Form von Bewegung.

Wenn man die Geschichte des Motion Design erfassen möchte, sollte man auch die Steinzeit mit der Höhlenmalerei nicht außer acht lassen. Einige der Höhlenmalereien weisen eine gewisse Dynamik auf, denn es wird in einer Bildfolge versucht Bewegung zu erfassen. Außerdem gibt es einige Höhlenmalereien in Frankreich, in denen die Form der Höhle und ein flackerndes Feuer genutzt wird Bewegung zu zeigen. Wenn man kleine Bildchen mit einem ähnlichen Inhalt auf mehrere Zettel zeichnet und diese übereinander legt, kann man wenn man diese blättern lässt in einer kleinen Bewegung versetzen. Dies ist das berühmte Daumenkino. Dieses wurde irgendwann durch die Fotografie und diese dann, nachdem sie sich weiter entwickelt hat, von dem Film in den Hintergrund gedrängt. In meinen heutigen Blogeintrag, möchte ich etwas näher den Film und die Verbindung zu unseren Träumen etwas näher beleuchten.

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Dies ist ein Kinematograph. Er funktioniert wie das Daumenkino durch einzelne Bilder die in Bewegung versetzt werden. Die Zeichnungen befinden sich hier zwischen den Blickschlitzen. Wenn alle angebracht sind, wird die Trommel des Kinematographen in Drehung versetzt.

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Dies ist ein altes Daumenkino.

Durch die Entdeckung des Films konnte man eine realitätsnahe Illusion von Bewegung erzeugen. Es entwickelten sich so auch besondere Zaubertricks, welche in den Filmen des französischen »Pionieren des Films« Georges Méliès zum tragen kommen. Méliès selbst war vom Film von Anfang an begeistert, da er gleich erkannte das man Geschichten so fantasievoll umsetzen kann. Er selbst war bevor zum Film gelangte ein Zauberkünstler. Die zuvor erlernten Zaubertricks wie Falltüren und Explosionen der Bühnentechnik fanden auch in seinen Filmen ihren Einsatz und Berechtigung. Ein wundervolles Beispiel ist die »Reise zum Mond«. Dieser kleine Film erschien 1902 und seine Länge besitzt sage und schreibe 16 Minuten. Der Filmpionier und seine Frau spielten selbst einige Rollen in den Filmen, so spielte Herr Méliès, im zuvor erwähnten Film, den Professor Barbenfouillis.

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Dies ist der Pionier des Films der Zauberei verwendete um uns in Magie zu versetzen.

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Er ist das Ziel der großen Reise: Der Mond.

Die Geschichte des Films »Reise zum Mond« basiert auf zwei Romanen. Zum einen »Von der Erde zum Mond« von Jules Verne und zum anderen »Die ersten Menschen auf dem Mond« von H. G. Wells. Beide Romangeschichten verknüpfte Méliès in seinen bekannten Stummfilm. Das Werk ist zu Anfang schwarz-weiß, hat keine Texttafeln zur Erklärung und dennoch gibt es ihn in Farbe und mit Texten. Der Film wurde später mit Hand vom Künstler selbst nachcholoriert und mit Textsequenzen versehen. Die Geschichte begann mit einer Versammlung der astronomischen Gesellschaft, bei der der Professor Barbenfouillis den Plan vorstellt eine kleine Kapsel zum Mond zu schießen.

Durch diesen und weitere Filme, versetzte Georges Méliès uns in eine Traumwelt und verzauberte uns. Einige sagen auch, dass Méliès für unsere Träume verantwortlich ist, denn ein Film zeigte auch eine Unterwasserwelt mit Meerjungfrauen. Ich selbst träume wirklich einige Sequenzen die er in seinen Filmen einbaute. So hatte ich auch einen Traum von einer Reise zum Mond, nur verwendete ich einen Zug der mittels Magie flog. Um diesen Traum, schrieb ich auch eine eigene kleine Geschichte.

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Der Titel der Geschichte ist mein neuer Freund. Die Geschichte handelt auch von einer neuen Freundschaft. Diese Dadacollage und die verwendeten Fotos erstellte ich selbst.

 

Dies ist meine kleine Geschichte Mein neuer Freund: Der arme Mond sieht so traurig aus. An manchen Tagen sehen auch wir sein weinendes Gesicht. Ich glaube er braucht ein paar Freunde. Vielleicht wird er dann wieder froh. Fragt ihr ehrlich wie es sein kann, das der Mond traurig ist? Habt ihr noch nichts vom Mann im Mond gehört? Er ist das Gesicht des Mondes, er ist die Seele. Leider hat er niemanden zum Reden. Ich will das Mondgesicht wieder lächeln sehen. Jetzt braucht der Mond, nur noch einen Freund. Drum fliege ich mit dem nächsten Zug zu ihm. Meinen Zauberpinsel darf ich nicht vergessen. Er macht alles was ich zeichne lebendig. Dann hat der Mond jemanden zum spielen. Ich muss mich beeilen, sonst hol ich den Mond nie ein. Der Zug ist gerade über dem Atlantik abgehoben. Er musste vor den Klippen eine Menge Schwung holen, damit er überhaupt starten kann. Die Schienen zum Start habe ich in einen Bogen etwas in den Himmel gelegt, so entstand eine Rampe. Ich hätte auch Schienen bis zum Mond zeichnen können. Aber da müsste ich dann im Flug raus und das geht bei diesem Fahrtwind nicht. Deshalb fliege ich durch viel Schwung und einem kleinen Flugzauber. Ja, ich kann zaubern. Habe ich noch nicht erwähnt das in meiner Welt alles möglich ist? Vorbei an vielen hell leuchtenden Sternen, komischen Planeten und riesigen verglühten Steinen – ich glaube die nennt man Meteoriten – fliege ich weiter zu meinem großen Freund. Auf meinem Flug zeichne ich mir einen Raumanzug, es soll ja ziemlich kalt draußen sein und ich will ja mit meinem neuen Freund spielen. Der Flug dauert nicht lange. Mit Hilfe meiner Zauberei kann ich meinen Zug schneller werden lassen und auch kleine Wege überspringen. So sause ich sicher durch das All. Schon bin ich bei meinem Freund. Kaum das ich bei ihm bin, schon lächelt er. Der Mond fragt: »Wer bist du und was machst du hier?« »Hallo, lieber Mond. Ich bin Dana. Ich hab dich weinen sehen und wollte dich wieder zum lächeln bringen. Meinen Zauberpinsel habe ich dabei. So kann ich dir einen lebendigen Freund zeichnen, der auch mit dir spielt. Sei bitte nicht wütend auf mich, lieber Mann im Mond. Ich will nur dich lächeln sehen, auch wenn ich nur die Hälfte von dir sehe.« Der Mond schaut mich an und denkt darüber nach. Dann sagt er mit einem angedeuteten Lächeln. »Okey, dann versuch du mal dein Glück Bring mir Freude in mein Leben. Ich bin gespannt wie du das machen willst.«
So zeichne ich dem Mond erst mal hell orange leuchtend. So strahlt er mehr von alleine und er braucht nicht mehr die Strahlen der glühend heißen Sonne. Mein Freund schaut sich in einem Spiegel, den ich ihm hinhalte, an. Er staunt nicht wenig, mit weit offenen Augen sagt er: »Ich leuchte heller und wärmer ist mir auch.« »Die Farbe lässt dich strahlen und sie wirkt wie eine Heizung. Nun geht die Wärme von dir aus. Deine eigene Freude wärmt dich.« Wegen das Lächeln vom Mond, zeichne ich weiter. Er bekommt einen Hund mit einem Ball. »Der kleine Hund heißt Bello. Ich weiß, ein ganz normaler Name für einen kleinen Hund.«, sage ich mit viel Freude zum Mond. »Danke, meine Liebe. Aber meinst du nicht das Bello einsam ist, wenn nur ich ihm Gesellschaft leiste? Außerdem mag ich keinen Hund. Bitte schick ihn wieder weg.« Auf Wunsch des Mondes wische ich den Hund und seinen Ball wieder weg. Dann sage ich: »Ich habe noch eine Überraschung für dich.«
Nun zeichne ich mein letztes Bild, für den Mond, auf dem Sternenhimmel. Mein Freund beobachtet mich dabei neugierig. Als ich meine Zeichnung beendet habe, ist der liebe Mann im Mond erstaunt und fragt: »Was ist das? Was hat das zu bedeuten?« »Ach lieber Mond. Ich habe dich so doll lieb, das ich dich nicht mehr missen will. Diese Tür, ist eine Traumtür. So kann ich dich immer besuchen kommen, wenn ich schlafe oder zeichne. So hast du immer etwas auf das du dich freuen kannst. Nur muss ich jetzt wieder gehen. Hast du einen Wunsch den ich dir erfüllen soll?« »Du erfüllst gerade meinen sehnlichsten Wunsch Danke, ich bin glücklich.«

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